Bawülon 3/2015 (19) • KARLSRUHER LITERATURSZENE

 

Die neue BAWÜLON hat den Schwerpunkt auf das BA gelegt, aus gutem Grund, ist doch die badische Residenz Karlsruhe vor 300 Jahren gegründet worden. Das ERBE erinnert deshalb auch an den in der Fächerstadt geborenen Alfred Mombert, dessen Werk weithin vergessen ist, was nicht zuletzt mit dessen Hermetik zusammenhängen mag.

In DIE WELT UND IHRE DICHTER stellen wir Ekaterine Gabaschwili (1851 – 1938) vor, eine der wichtigsten Vertreterinnen des kritischen georgischen Realismus. Der Vorabdruck zweier Texte soll einen Eindruck geben vom Werk dieser Dichterin. Der Pop-Verlag wird demnächst Erzählungen, Miniaturen und ein Kurzdrama veröffentlichen als Band 6 der Kaukasischen Bibliothek.

Die KARLSRUHER LITERATURSZENE versammelt mehr als ein Dutzend Autoren (-innen immer mitgedacht) von Florian Arleth bis Josy I. Wonder, streng alphabetisch, um keinem wehzutun. Ein Überblick über das, was in der Fächerstadt an Literatur entsteht. Interessant ist dies, weil wir hier auf sehr unterschiedliche Schreibweisen treffen. Zu danken ist Regine Kress-Fricke, die die Autoren ausgewählt und deren Texte lektoriert hat.

Libuse Schmidt stellt/hängt ihre kleinen Kunstwerke aus. Originell, das Taschentuch als Minileinwand für ihre zarten Zeichnungen. Die Motive sind Katzenfrauen in verschiedenen Situationen.

Carsten Piper kämpft sich mit bissigem Witz durch die Welt der letzten Zeugen und der wissenden Geheimbünde, während, wie nicht anders zu erwarten, Henning Schönenberger weiter seiner „geheimschrift“ die Hirntinte liefert. So viel Geheimnis war nie.

Vom Editorialisten lesen wir einen Teilabdruck aus seinem neuen Roman NOCK, der soeben erschienen ist. Der Held ist nicht zu greifen, weil er sich selbst nicht begreifen kann. Deshalb hält die (vor allem innere) Spannung bis zuletzt.

Ins Bücherregal haben ihre Rezensionen gestellt: Stefanie Golisch, Wolfgang Schlott, Christiane Steffen, Rudolf Wohlleben und Uli Rothfuss.
Den Schlusspunkt setzt Ulrich Bergmann mit seinen Gedanken zur griechischen Verwandtschaft und ihrer Krise, die auch unsere ist und noch ungelöst.

Wir haben einen heißen Sommer hinter uns gebracht, der Herbst soll uns klarere Gedanken bringen. Die können wir und die Geflüchteten dringend brauchen, und die richtigen Taten. Und das kann dauern.

Rainer Wedler

Es signiert:

  • Alfred Mombert • Ekaterine Gabaschwili • Matthias Kehle • Regine Kress-Fricke • Phoebe Müller • Markus Orths • Paul Blau • Hedi Schulitz • Hanna Jüngling • Karlsruher Literaturszene • Brigitte Eberhard • Franziska Joachim • Josy I. Wonder • Libuše Schmidt • Botschaften auf Taschentüchern • Doris Lott • Horst Koch • Achim Stößer • Ondine Dietz • Florian Arleth • Rainer Wedler • Eva Klingler • Wolfgang Burger • Steffi Chotiwari-Jünger • Carsten Piper • Wolfgang Schlott • Henning Schönenberger • Stefanie Golisch • Uli Rothfuss •

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